LOUIS VIERNE

BÄRENREITER URTEXT

SÄMTLICHE ORGEL- UND KLAVIERWERKE

Zur Subskription erhältlich

Herausgegeben von Helga Schauerte-Maubouet, unter Mitarbeit von Thierry Escaich, Olivier Gardon, Brigitte de Leersnyder, Jean-Pierre Mazeirat und Rollin Smith.


Louis Vierne (1870–1937) war Privatschüler von César Franck. Von 1892 an vertrat er Charles-Marie Widor an St.-Sulpice (Paris), ehe er 1900 zum Titularorganisten an Notre-Dame (Paris) ernannt wurde, eine Stellung, die er bis zu seinem Tod ausfüllte. Zahlreiche Konzertreisen durch ganz Europa und in die USA machten ihn weit über Frankreich hinaus bekannt. Zum Kreis seiner Schüler gehören u.a. Nadia Boulanger, Maurice Duruflé, dessen Schüler wiederum der Mitherausgeber Thierry Escaich war.

Viernes Orgelkompositionen sind Meisterwerke der Orgelmusik und zentraler Bestandteil des anspruchsvollen Orgelrepertoires. Vierne führte insbesondere die Gattung der Orgelsymphonie zu ihrem Höhenpunkt und beeinflusste weltweit maßgeblich die Entwicklung der Orgelkunst. Weite Verbreitung fanden die Sammlungen »Pièces de Fantaisie« und »Pièces en style libre«. Dem Orgelwerk kompositorisch gleichbedeutend sind Viernes Klavierwerke. Erstmals werden sie in einer vollständigen kritischen Ausgabe vorgelegt, welche auch die bisher unveröffentlichten und die ihm zugeschriebenen Werke enthält. Seine musikalische Sprache wurde weitgehend von seinem Lehrer César Franck beeinflusst; hinzu kommen kompositorische Elemente von Claude Debussy.