Klavierauszüge zu Bühnenwerken
Vocal Scores of Stage Works




Georg Friedrich Händel
Rodelinda, Re de' Longobardi
Dramma per musica in tre atti, HWV 19

Bärenreiter-Urtext
Klavierauszug von / Vocal Score by Michael Rot. Deutsche Übersetzung von / German translation by Reinhard Strohm
Klavierauszug / Vocal Score BA 4064a (ital. / dt.)
EUR 29,90

Erscheint im Oktober / to appear October 2002


»Rodelinda« ist nach »Giulio Cesare« und »Tamerlano« die dritte Meisteroper, die Händel zwischen Dezember 1723 und Januar 1725 komponierte. Das Libretto schrieb Nicola Haym, der Händel mit einer Vielzahl von Texten belieferte. Die erste Aufführung erfolgte im King’s Theatre in the Haymarket in London am 13. Februar 1725. »Rodelinda« wird ganz von der ethischen Idee der Gattenliebe getragen und darf damit als Vorläuferin der großen Ideendramen Glucks und Beethovens betrachten werden. Der Stoff behandelt eine Episode aus der langobardischen Königsgeschichte. Mit der Wiederaufführung der »Rodelinda« im Jahre 1920 durch Oskar Hagen wurde die moderne Händel-Opernbewegung ins Leben gerufen. Das Werk steht am Ende einer Reihe dramatischer Meisterwerke, die zu den bedeutendsten Opern Händels gehören.
Händel nahm die Oper zweimal wieder auf, im Dezember 1725 und im Mai 1731. Aufgrund der unterschiedlichen Fähigkeiten der neuen Sänger waren eingreifende Änderungen erforderlich; so schrieb Händel für die erste Wiederaufnahme drei neue Arien und ein Duett.
Die bei der ersten Wiederaufnahme erfolgten Änderungen – zweifelsohne hat Händel dabei weitgehend den Bedürfnissen und Wünschen der Sänger Rechnung getragen – stellen durchaus auch Verbesserungen in der dramatischen Substanz dar. Der Klavierauszug trägt im Anhang den vielfältigen Varianten und Fassungen Rechnung. Er basiert auf dem Urtext der Partitur der Hallischen Händel-Ausgabe (II/16). Die deutsche Übersetzung besorgte Reinhard Strohm.



After Giulio Cesare and Tamerlano, Rodelinda is the third masterly opera that Handel composed between December 1723 and January 1725. The words were written by Nicola Haym, the author of many other Handel librettos. The first performance took place at the King’s Theatre in the Haymarket, London, on 13 February 1725. Rodelinda thrives entirely on the ethical supremacy of conjugal love, and thus prefigures the great operas by Gluck and Beethoven on the same subject. The plot is taken from the history of the Lombard royalty. Oskar Hagen’s revival of Rodelinda in 1920 ushered in the modern Handel opera movement. The work forms the climax to a series of dramatic masterpieces that includes Handel’s most significant operas.

Handel returned to Rodelinda on two occasions, in December 1725 and in May 1731. Many far-reaching changes were necessary owing to the different skills of the new singers. For example, Handel wrote three new arias and a duet for the first revival. Yet the changes he made for this performance, doubtless to accommodate the needs and wishes of the singers, also improve the work’s dramatic substance. Our vocal score is based on the Urtext of the full score published in the Halle Handel Edition (II/16) and reproduces the various alternative readings and versions in an appendix.



Lieferbare Klavierauszüge zu Werken Händels

Available Vocal Scores to Works by Handel

Zum Titel Rodelinda ist bei Bärenreiter erschienen:

Ulrich Etscheit
Händels »Rodelinda«
Libretto · Komposition · Rezeption

Reihe »Bärenreiter Hochschulschriften« (1998).
350 Seiten, kartoniert
ISBN 3-7618-1404-6
EUR 39,90

Weitere Literatur zu Händels Leben und Werk