Klavierauszüge / Vocal Scores

Händel: Esther - Haydn: Orgelsolomesse - Haydn: Nicolaimesse


Georg Friedrich Händel
Esther
HWV 50a
Erste Fassung

Bärenreiter-Urtext
Oratorium in 6 Szenen /
Oratorio in 6 Scenes
Klavierauszug von / Vocal Score by Andreas Köhs BA 4047a
EUR 32,00



Aufführungsmaterial leihweise/ Performance Material on hire


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Das Oratorium »Esther« ist das erste englische Oratorium und das erste Oratorium Händels, dem eine Theatertragödie, Jean Racines »Esther«, zugrunde liegt. Gleichzeitig fügt Händel hier erstmalig seine in Deutschland, Italien und England gesammelten Erfahrungen zusammen und kreiert so seinen besonderen Oratorientypus, wenn auch noch nicht in der späteren, integrativen Form. Viele Stücke der Komposition greifen musikalisch auf die vorher entstandene »Brockes-Passion« zurück. Die Uraufführung fand 1720 statt, Händel hat das Oratorium für die erste öffentliche Aufführung in London 1732 bearbeitet und erweitert. Der Urtext der Hallischen Händel-Ausgabe bietet die erste Fassung von 1720.



The oratorio »Esther« is the first English language oratorio and also the first oratorio by Handel based on a theater tragedy; Jean Racine’s »Esther«. For the first time Handel drew on his knowledge gathered from stays in Germany, Italy and England. He created his own particular style of oratorio writing, which differs from the later integrative works. Many sections of this composition harken back to the previously composed, »Brockes-Passion«. The first performance took place in 1720. For the first public performance of the work in London in 1732, Handel arranged and enlarged »Esther«. The Urtext of  the Halle Handel Complete Edition presents the original version from 1720.



Joseph Haydn
Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae »Große Orgelsolomesse«
»Great Organ Mass«

Hob. XXII:4
BA 4646
EUR 32,50

Dirigierpartitur herausgegeben von / Score edited by James Dack und / and Marianne Helms
Klavierauszug von / Vocal Score by Olga Kroupová
BA 4646a
EUR 16,50




Aufführungsmaterial käuflich
Performance material on sale.
Nach seiner »Jugendmesse« von 1749 spielte die Kirchenmusik in Haydns Schaffen nur noch eine untergeordnete Rolle. Erst 1766 mit der »Cäcilienmesse« und dann 1768/69 mit der wegen der konzertanten Orgel im Benedictus betitelten »Großen Orgelsolomesse« kehrte er auf dieses kompositorische Feld zurück. Die Messe in Es gehört somit in die gleiche Phase wie die sogenannten »Sturm-und-Drang«-Sinfonien und zeichnet sich durch eine Expansion des Ausdrucks wie durch eine neue tonsprachliche Originalität aus. Die Partitur enthält auch die überlieferten Wiener Trompeten- und Paukenstimmen, die mit größter Wahrscheinlichkeit nicht aus Haydns Feder selbst stammen. Da der Komponist diese Stimmen aber zumindest duldete, bietet das Aufführungsmaterial sowohl die »reduzierte« als auch die erweiterte Version an.



Following his »Jugendmesse« from 1749, church music played only a secondary role in Haydn’s creative output. It was not until 1766 with the »Cäcilienmesse« and again in 1768-69 with the »Great Organ Mass«, that Haydn returned to this genre of composition. This Mass in E-flat major belongs to the same period as the »Sturm-und-Drang« symphonies. Some of the remarkable features of this period are reflected here in the expansion of expression combined with a new very original musical language. The score also contains the traditional Viennese trumpet and timpani parts although it is extremely unlikely that they stem from Haydn. As Haydn at least tolerated these parts, the performance material contains both the original as well as the expanded versions. 



Joseph Haydn
Missa Sancti Nicolai »Nikolaimesse« /
»Nicolai Mass«

Hob. XXII:6

Dirigierpartitur herausgegeben von / Score edited by James Dack und / and Marianne Helms
BA 4645
EUR 21,50

Klavierauszug von / Vocal Score by Olga Kroupová
BA 4645a
EUR 9,50



Performance material on sale.
Der Name der »Missa Sancti Nicolai« verweist auf die Entstehung der Messe zum Nikolaustag des Jahres 1772. Alljährlich wurde an diesem Tag, der gleichzeitig auch der Namenstag des Fürsten in Esterházy war, eine Messe aufgeführt und man vermutet, Haydn habe mit der Komposition dem Fürsten für die endlich erteilte Erlaubnis zur Rückkehr nach Eisenstadt danken wollen. Einige Jahre nach ihrer Enstehung wurden auch der Nicolaimesse Trompeten- und Paukenstimmen zugesetzt. Ebenso wie bei der »Großen Orgelsolomesse« stammen diese Stimmen nicht von Haydn selbst, wurden aber von ihm gebilligt. Daher erscheinen sie sowohl in der Partitur als auch im Aufführungsmaterial, was die Wiedergabe beider Fassungen ermöglicht.



The name of the »Missa Sancti Nicolai« refers to the composition of the Mass for St. Nicholas Day in 1772. Every year on this day a Mass was held in honor of the Prince of Esterházy who shared his name-day with St. Nicholas. It is thought that Haydn wrote this composition specifically to thank the Prince for allowing him to return to Eisenstadt. Some years later, trumpet and timpani parts were added to the work. As with the »Great Organ Mass« these additional parts were not actually written by Haydn himself, but simply authorized by him. They are included in the score and performance material so that both versions can be performed.