Wolfgang Amadeus Mozart: Bläserkonzerte

Urtext- und Interpretationsausgaben mit Kadenzen und Eingängen

von
Rachel Brown / Konrad Hünteler / Karl Engel (Flötenkonzert)
Frank de Bruine (Oboenkonzert)
Jane Gower (Fagottkonzert)
Dennis Brain / Timothy Brown / Dominic Nunns (Hornkonzerte)

English version

Mozarts Hornkonzerte gehören zweifellos zu den bedeutendsten des Repertoires: melodisch, dramatisch und melodiös.

Franz Gieglings editorische Arbeit an den Konzerten für die Neue Mozart-Ausgabe ist als die heute maßgebliche wissenschaftlich-kritische Edition anzusehen, die selbstverständlich alle überlieferten Quellen berücksichtigt. Die Klaviersätze wurden für die neuen Bärenreiter-Auszüge komplett neu geschrieben und vereinfacht und bieten nun idiomatische und transparente Klavierparts. Sie können zu Probenzwecken das Orchester ersetzen, werden aber auch Aufführungen mit Klavier gerecht.

Die Klavierauszüge gehen auf die Bedürfnisse heutiger Spieler ein. Sie enthalten jeweils eine übersichtliche Solo-Hornstimme in Es mit dem Urtext der Neuen Mozart-Ausgabe sowie eine zusätzliche Hornstimme in F, ein detailliertes Vorwort, das sich mit der Quellenlage beschäftigt, und ein Zusatzheft mit Kadenzen und Eingängen.

In diesem Zusatzheft erscheinen die wichtigen Kadenzen von Dennis Brain, Timothy Brown und Dominic Nunns zum ersten Mal im Druck. Die Kadenzen erscheinen in Es sowie in leicht veränderter Form für das Naturhorn. Auch wurden alle Kadenzen und Eingänge für das moderne Horn in F transponiert.

Bärenreiter bietet das komplette Aufführungsmaterial zu den Hornkonzerten mit Dirigierpartituren, Orchesterstimmen, Studienpartituren und natürlich den Klavierauszügen.

Konzert in Es für Horn und Orchester, KV 447
»Nr. 3«

Herausgegeben von Franz Giegling
Neuer Klavierauszug nach dem Urtext der NMA von Martin Schelhaas
Kadenzen von Dennis Brain*, Timothy Brown und Dominic Nunns

BA 5312a
Euro 12,50

Beispiele
*Dennis Brain (1921-1957)
englischer Hornist. Er studierte an der Royal Academy of Music in London bei seinem Vater Aubrey, spielte mit den Busch Chamber Players und wurde später erster Hornist zunächst des Royal Philharmonic Orchestras und dann des Philharmonia Orchestras, bevor er sich verstärkt dem Solospiel widmete. Als Solist nahm er zahlreiche Konzerte auf und brachte eigens für ihn komponierte Werke zur Uraufführung.



Konzert in Es für Horn und Orchester, KV 495
»Nr. 4«

Herausgegeben von Franz Giegling
Neuer Klavierauszug nach dem Urtext der NMA von Martin Schelhaas
Kadenzen und Eingänge von Dennis Brain, Timothy Brown und Dominic Nunns

BA 5313a
Euro 13,50

Beispiele
Kadenzen und Eingänge
Das der vorliegenden Ausgabe beigefügte Heft "Kadenzen und Eingänge" macht erstmals die Kadenz des berühmten Hornisten Dennis Brain zugänglich. Die Edition bietet die von Brain ursprünglich für das moderne Ventilhorn angelegte Kadenz sowohl in F als auch in Es an. Timothy Brown schrieb seine Kadenz für das Naturhorn. Der englische Hornist Dominic Nunns besorgte für das moderne Ventilhorn die Transposition nach F.
Browns Kadenz wurde 1990 in der Fassung für Naturhorn mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment bei Virgin Classics (VC 7 90845-2) eingespielt; eine Interpretation auf dem Ventilhorn mit geringfügigen Änderungen bietet die Einspielung mit der Academy of St. Martin in the Fields (Hänssler Classic 98.316, 1997).



Konzert in Es für Horn und Orchester, KV 417
»Nr. 2«

Herausgegeben von Franz Giegling
Neuer Klavierauszug nach dem Urtext der NMA von Martin Schelhaas
Eingänge von Timothy Brown und Dominic Nunns

BA 5311a
Euro 13,95

Beispiele
Eingänge
Timothy Brown schrieb seinen Eingang für das Naturhorn. Der englische Hornist Dominic Nunns besorgte für das moderne Ventilhorn die Transposition nach F.
Browns Eingang wurde 1990 in der Fassung für Naturhorn mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment bei Virgin Classics (VC 7 90845-2) eingespielt; eine Interpretation auf dem Ventilhorn mit geringfügigen Änderungen bietet die Einspielung mit der Academy of St. Martin in the Fields (Hänssler Classic 98.216, 1997).



Der neue Bärenreiter-Klavierauszug zu Mozarts Flötenkonzert in G-Dur bietet nicht nur einen übersichtlich gestochenen Klaviersatz mit sinnvollen Wendestellen, sondern auch die Ergebnisse jahrelanger wissenschaftlicher Forschung zusammen mit der praktischen Erfahrung einiger der bedeutendsten Flötisten und Flötenpädagogen unserer Zeit.

Die Tutti-Passagen werden in der Solo-Flötenstimme in Großdruck wiedergegeben, so wie in allen Quellen überliefert, Hinzufügungen Franz Gieglings, dem Herausgeber des entsprechenden Bandes der Neuen Mozart-Ausgabe, sind typografisch gekennzeichnet, so dass der Spieler Ergänzungen deutlich erkennen kann.
Dieser neue Klavierauszug bietet zahlreiche Kadenzen, unter denen der Spieler wählen kann. Zu den ersten beiden Sätzen stehen jeweils FÜNF neue Kadenzen zur Auswahl.

Die renommierte englische Flötistin und Flötenpädagogin Rachel Brown hat nicht nur drei Kadenzen zu jedem der ersten beiden Sätze zur Verfügung gestellt, sondern auch ZEHN Möglichkeiten wie die Fermate im letzten Satz verziert werden bzw. der folgende Eingang ausgeführt werden kann. Ergänzend zu Franz Gieglings historischem Vorwort hat Rachel Brown einen umfangreichen Text zur Aufführung von Kadenzen geschrieben. Sie geht hier insbesondere der Frage nach, wie Mozart seine eigenen Kadenzen zu seinen Klavierkonzerten strukturierte, um diese als Vorbild für den formalen Aufbau und auch die Improvisation von Kadenzen zu den Flötenkonzerten zu nutzen.

Weitere Kadenzen und Eingänge stammen von dem deutschen Flötisten und Spezialisten der historischen Aufführungspraxis Konrad Hünteler sowie von Karl Engel.

Bärenreiter bietet das komplette Aufführungsmaterial zum Flötenkonzert mit Dirigierpartitur, Orchesterstimmen, Studienpartitur und natürlich dem Klavierauszug.

Konzert in G für Flöte und Orchester, KV 313

Herausgegeben von Franz Giegling
Neuer Klavierauszug nach dem Urtext der NMA von Martin Schelhaas
Kadenzen von Rachel Brown, Konrad Hünteler und Karl Engel

BA 4854a
Euro 12,95

Beispiele
Rachel Brown
hat am Royal Nothern College of Music bei Trevor Wye und Lisa Beznosiuk studiert. Zur Zeit lehrt sie an der Guildhall School of Music and Drama und am Royal College of Music in London.

Konrad Hünteler
Seit 1979 nimmt Konrad Hünteler eine Professur an der Musikhochschule Detmold, Abt. Münster wahr und ist seit 1991 künstlerischer Leiter der Camerata des 18. Jahrhunderts.





Konzert in B für Fagott und Orchester, KV 191 (186e)

Herausgegeben von Franz Giegling
Neuer Klavierauszug nach dem Urtext der NMA von Martin Schelhaas
Kadenzen und Eingänge von Jane Gower

BA 4868a
Euro 11,95

Beispiele
Kadenzen und Eingänge
Die hier vorgelegten Beispiele wurden unter Einbeziehung der in den Traktaten des 18. Jahrhunderts gegebenen Richtlinie komponiert; sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von der Mehrzahl der modernen Kompositionen.
Um verschiedenen Interpretationen der beiden Fermaten gerecht zu werden, gibt vorliegende Ausgabe zwei Beispiele für das Allegro.



Konzert in C für Oboe und Orchester, KV 314 (285d)

Herausgegeben von Franz Giegling
Neuer Klavierauszug nach dem Urtext der NMA von Martin Schelhaas
Kadenzen und Eingänge von Frank de Bruine
Referenzpartitur mit Gegenüberstellung von Oboen- und Flötenstimme


BA 4856a
Euro 14,50

Beispiele
Die Ausgabe enthält eine von Frank de Bruine für die Praxis eingerichtete Oboenstimme sowie eine von demselben komponierte Anzahl von Kadenzen und Eingängen. In der eingerichteten Stimme wurde die Oboenfassung an manchen Stellen durch die musikalisch überzeugendere Flötenfassung ersetzt; um die Unterschiede zwischen Oboen- und Flötenfassung für den Spieler jederzeit nachvollziehbar zu halten, liegt zudem eine Referenzpartitur bei, die Flöten- und Oboenstimme vergleichend gegenüberstellt.



Konzert in A für Klarinette und Orchester, KV 622

Herausgegeben von Franz Giegling
Neuer Klavierauszug nach dem Urtext der NMA von Martin Schelhaas
Mit rekonstruierter Bassett-Klarinettenstimme
und mit Verzierungsvorschlägen für die Fermaten im 1. Satz


BA 4773a
Euro 14,95

Beispiele
Die in der Ausgabe gegebenen Fermatenauszierungen für den 1. Satz, T. 127 und T. 315, basieren auf der Bearbeitung des Konzertes für Flöte und Orchester in G von A. E. Müller (1801)1 und wurden nach A transponiert. Der Spieler möge auch die Artikulation in dieser sowie in der Bearbeitung für Viola und Orchester (1802)2 beachten.

1 = BA 5335
2 = BA 5336a