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Johann Sebastian Bach
Messe in h-Moll BWV 232 Faksimile der autographen Partitur aus der Staatsbibliothek zu Berlin Herausgegeben von Christoph Wolff Faksimile-Reihe Bach'scher Werke und Schriftstücke · Neue Folge · Documenta Musicologica II,35 Format 23,5 x 35 cm. 198 + 20 Seiten Faksimile und 36 Seiten Einleitung (eng./dt./jap.); Halbleinen, gebunden ISBN 978-7618-1911-1 Die einzelnen Exemplare der limitierten Auflage sind handnummeriert. € 398,- Vor dem Verfall gesichert - im Faksimile bewahrt Japanese version |
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![]() BÄRENREITER FACSIMILE – Synonym für höchste Authentizität Das Sigel BÄRENREITER FACSIMILE wird exklusiv für Faksimile-Publikationen des Bärenreiter-Verlages vergeben, die sowohl in wissenschaftlicher wie in technischer Hinsicht höchsten Ansprüchen genügen. Zu den Merkmalen gehören:
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Als zweiter Band der Reihe Bärenreiter Facsimile erscheint nach Mozarts Jupiter-Sinfonie
das »Opus ultimum« Johann Sebastian Bachs, noch nach der Kunst der Fuge 1748/49 kurz vor seinem Tod vollendet. Dieses Spätwerk ist konzentriert und reich an musikalischen Satzarten wie kaum eine andere Komposition. Hans Nägeli bezeichnete die Messe schon 1818 enthusiastisch als das »größte musikalische Kunstwerk aller Zeiten und Völker«. Seit damals hat sie ihren Platz auf dem Olymp der Musikgeschichte.
Die Bewahrung eines solchen Kulturguts gehört zu den vornehmsten Aufgaben eines Faksimiles, zumal wenn die Handschrift, wie im Fall der h-Moll-Messe, vom Tintenfraß bedroht und geschädigt ist. Für Bach-Verehrer ist es zudem bewegend zu sehen, wie Bachs Schrift in einigen Passagen die
Mühe widerspiegelt, die ihn sein letztes Werk
kostete. Das sorgfältig reproduzierte und aufwändig ausgestattete Faksimile dokumentiert und sichert den heutigen Zustand des kompletten Autographs. Es wird ergänzt durch ältere Aufnahmen einzelner Seiten, die den Inhalt inzwischen schwer lesbarer Seiten zeigen. Zudem enthält der Band – ebenfalls im vierfarbigen Faksimile – eine Frühfassung des Sanctus, die Bach zum 1. Weihnachtstag 1724 komponiert hatte. Sie zeigt Unterschiede in Besetzung und Artikulation sowie die typischen Merkmale einer Kompositionspartitur Bachs. Der renommierte Bach-Forscher Christoph Wolff erläutert in seiner Einleitung die Bedeutung des Werkes, gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und weist auf besondere Merkmale der Handschrift hin. Bach ganz nah "Einmal gerät Bach an die Grenzen seiner Kunst, auf fleckigem, 260 Jahre altem Papier. „Et expecto …“ heißt es in der h-Moll-Messe, „ich erwarte die Auferstehung der Toten.“ Bach schreibt Modulationen jenseits des Fassbaren. Er muss sie erkämpfen. Er streicht, obwohl es die Reinschrift ist, schraffiert, kratzt, bis das Papier bricht. Er ist schon alt, die Zeichen neigen sich nach links. Längst nicht so beschwingt wie im früher entstandenen „Cum sancto Spirito“ wirkt die Handschrift hier. Nirgends liest man, ohne berührt zu sein von der Nähe, die das Faksimile gewährt – eines der aufwendigsten, die je gedruckt wurden. Der Band ist seine 398 Euro wert." (V. H., DIE ZEIT Literatur Dezember 2007) |
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