Silke Leopold (Hg.)
Mozart-Handbuch

XV, 715 Seiten; gebunden
ISBN 3-7618-2021-6
EUR 79,95

Gemeinschaftsausgabe
Bärenreiter/J.B. Metzler


Coverabbildung von Mozart-Handbuch



Umfassend und detailliert: Ein neuer Blick auf Mozarts Werke

Mit all unserem Wissen kommen wir »zwar dem Rätsel näher, aber nicht der Lösung« – dieses Wort Wolfgang Hildesheimers über Mozart aus dem Jahre 1982 hat bis heute nichts an Gültigkeit verloren: Mozart, der selbst in hunderten von Briefen über sein Schaffen und seine persönlichen Befindlichkeiten Auskunft gab, der als Gegenstand wissenschaftlichen und belletristischen Interesses in zehntausenden von Schriften erforscht und beschrieben, verherrlicht und vereinnahmt wurde, macht immer von Neuem staunen.

Es ist dieses Staunen über ein schier unbegreifliches Werk, von dem das »Mozart-Handbuch« geprägt ist, der Versuch, mit frischem Blick auf die bekannten Werke – die Opern, die Klavierkonzerte, die Sinfonien, die Sonaten und Serenaden –, aber auch auf die »kleineren« Kompositionen, wie etwa die Tänze oder die Kanons, Neues zu entdecken, den unerschöpf-lichen Ideenreichtum in der musikalischen Erfindung wie in der kompositorischen Ausführung in den Jugendwerken ebenso wie in den Werken der Reifezeit aufzuspüren.

In dem nach Gattungen geordneten »Mozart-Handbuch« stehen die Werke im Zentrum der Betrachtung. Es liefert – nach Werkgruppen gegliedert – einen umfassenden und detaillierten Einblick in das Gesamtwerk des Komponisten. Beinahe jedes abgeschlossene Werk aus Mozarts Feder wird besprochen. Dabei wird Mozarts Schaffen zugleich vor dem Hintergrund seines bewegten Lebens, seiner nicht minder bewegten Zeit betrachtet und in die Musik- und Kulturgeschichte eingebettet.

Das Handbuch bündelt nicht nur bekanntes Wissen, es eröffnet vor allem neue Perspektiven auf die Einzelwerke und Werkgruppen. So etwa, dass Mozart seine geistliche Musik mehr aus Neigung, denn aus Pflicht geschrieben hat oder seine Klaviermusik in ihrem extremen Ideenreichtum und umfassenden »Witz« nicht nur die Zeitgenossen irritieren sollte. Im umfangreichen Einleitungskapitel wird versucht, die historische Persönlichkeit Mozarts von den Übermalungen des 19. und 20. Jahrhunderts zu befreien.


Die Herausgeberin

Silke Leopold ist eine der renommiertesten Musikwissenschaftlerinnen Deutschlands. Bei Bärenreiter erschien von ihr zuletzt »Guten Morgen, liebes Weibchen!« Mozarts Briefe an Constanze.

Die Autoren

Dietrich Berke, Marie-Agnes Dittrich, Peter Gülke, Silke Leopold, Volker Scherliess, Hartmut Schick, Thomas Schipperges, Ulrich Schreiber, Nicole Schwindt, Joachim Steinheuer, Monika Woitas