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Boris Voigt
Memoria, Macht, Musik Eine politische Ökonomie der Musik in vormodernen Gesellschaften Musiksoziologie, Band 16 ca. 460 Seiten; kartoniert ISBN 978-3-7618-1366-9 € 39,95 |
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Ökonomie ist zum alles beherrschenden
Paradigma geworden, Geld der einzige
Wertmaßstab, der allgemeine Gültigkeit
beanspruchen darf. Musik ist Ware, dient
als Standortfaktor oder soll Produkten
den Markt erschließen. So stellt sich das
Verhältnis von Musik und Wirtschaft
nicht selten dar. Boris Voigt zeigt, dass diese Beziehung auch anders gestaltet sein kann. In drei Studien zu Antike, Mittelalter und früher Neuzeit geht er musikökonomischen Formen nach, die sich deutlich vom heute Gewohnten unterscheiden: Musik vermittelt zwischen Lebenden und Toten, zwischen himmlischer und irdischer Ökonomie; musikalischer Gabentausch lässt Strukturen des politischen und sozialen Gemeinwesens sichtbar werden, kann aber auch im Übergang zur Neuzeit der fuggerschen Handelsfirma ein dynastisches Gepräge verleihen. |